Gender Pay Gap in Deutschland — Fakten, Ursachen & Rechtslage 2026
Der Gender Pay Gap in Deutschland beträgt 16% (Statistisches Bundesamt, Dezember 2025). Frauen verdienen im Durchschnitt 4,31 € weniger pro Stunde als Männer. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2023/970 gibt Betroffenen ab Juni 2026 erstmals wirksame rechtliche Instrumente an die Hand.
Warum gibt es einen Gender Pay Gap?
Horizontale Segregation
Frauen arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Branchen und Berufen — Pflege, Erziehung, Einzelhandel statt IT, Finanzen, Maschinenbau.
Vertikale Segregation
In Führungspositionen sind Frauen systematisch unterrepräsentiert. Der „Glass Ceiling Effect" limitiert Karrierechancen und damit Verdienstmöglichkeiten.
Teilzeitfalle
48% der erwerbstätigen Frauen arbeiten in Teilzeit (vs. 12% der Männer). Teilzeitarbeit führt nicht nur zu geringerem Einkommen, sondern auch zu geringeren Aufstiegschancen.
Care-Arbeit
Unbezahlte Sorgearbeit (Kinderbetreuung, Pflege) wird überwiegend von Frauen geleistet. Dies führt zu Karriereunterbrechungen und reduzierter Arbeitszeit.
Verhandlungslücke
Studien zeigen, dass Frauen seltener Gehaltserhöhungen verhandeln — und wenn, geringere Erhöhungen erhalten. Gehaltstransparenz kann diese Lücke schließen.
Direkte Diskriminierung
In einigen Fällen werden Frauen für vergleichbare Arbeit schlicht schlechter bezahlt. Genau hier setzt die EU-Richtlinie mit Beweislastumkehr und Sanktionen an.
Gender Pay Gap nach Branche
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025
Häufige Fragen zum Gender Pay Gap
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