Entgelttransparenz-Pflichten für Arbeitgeber in der Medienbranche
Arbeitgeber in der Medienbranche müssen ab dem 7. Juni 2026 Auskunft über Gehaltskriterien geben. In der Medienbranche beträgt der Gender Pay Gap 17% — bei über 5% ist eine gemeinsame Entgeltbewertung mit dem Betriebsrat Pflicht (Art. 9 EU-RL 2023/970). APOS Legal Heidelberg unterstützt Sie bei der Compliance.
Typische Vergütungsstrukturen in der Medienbranche
Hoher Frauenanteil in der Branche, aber Führungspositionen bleiben männlich dominiert. Freiberufliche Tätigkeit erschwert den Vergleich.
Betroffene Berufsgruppen, die häufig Auskunftsanfragen stellen:
- Redakteur:in
- PR-Manager:in
- Journalist:in
- Content-Manager:in
- Social-Media-Manager:in
Typische Arbeitgeber: Verlage, Agenturen und Medienunternehmen.
Häufige Compliance-Fallen in der Medienbranche
Unvollständige Entgeltkriterien
Die verwendeten Bewertungskriterien für die Vergütung müssen dokumentiert und auf Anfrage offengelegt werden. Viele Unternehmen haben keine systematische Dokumentation.
Fehlende Gehaltsspanne in Stellenanzeigen
Ab Juni 2026 müssen Stellenanzeigen eine Gehaltsspanne oder das Einstiegsgehalt enthalten (Art. 5 EU-RL 2023/970). Verstöße können abgemahnt werden.
Verspätete Auskunft
Auskunftsanfragen müssen innerhalb von 2 Monaten beantwortet werden. Bei Fristversäumnis tritt automatisch die Beweislastumkehr ein — der Arbeitgeber muss dann beweisen, dass keine Diskriminierung vorliegt.
Kein Einbezug des Betriebsrats
Bei einem bereinigten GPG über 5% ist die gemeinsame Entgeltbewertung mit dem Betriebsrat verpflichtend. Eine einseitige Bewertung genügt nicht.
Was Sie als Arbeitgeber in der Medienbranche jetzt tun müssen
Vergütungsstrukturen analysieren und dokumentieren
Vergleichsgruppen für alle Positionen definieren
Gehaltskriterien objektiv und nachvollziehbar festlegen
Gehaltsspannen für alle offenen Stellen vorbereiten
Prozess für Auskunftsanfragen etablieren (2-Monats-Frist)
Betriebsrat frühzeitig einbinden
GPG berechnen und ggf. Maßnahmenplan erstellen
Personalabteilung zu Entgelttransparenz schulen
Risiken bei Nichthandeln
- Bußgelder gemäß Art. 23 EU-RL 2023/970 bei Verstößen gegen Berichts- und Auskunftspflichten
- Schadensersatzansprüche einzelner Beschäftigter — bis zu 3 Jahre rückwirkend (Art. 21)
- Sammelklagen durch Gewerkschaften oder Beschäftigtenverbände
- Beweislastumkehr — bei Verstößen müssen Sie die Nichtdiskriminierung beweisen (Art. 18)
- Reputationsschaden durch öffentliche Berichterstattung über GPG-Berichte
Häufige Fragen zur Entgelttransparenz in der Medienbranche
Schildern Sie uns Ihre Situation
Füllen Sie das Formular aus — wir prüfen Ihren Fall zu Entgelttransparenz, Equal Pay oder Compliance. Kostenlos und in der Regel innerhalb von 48 Stunden.
Was passiert danach?
Nach Ihrer Anfrage prüfen wir die Details und melden uns mit einer Ersteinschätzung — welche Rechte Sie haben, welche Pflichten gelten und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
bektas@apos.legal
+49 6222 9599 2400
Antwortzeit: Wir melden uns in der Regel innerhalb von 48 Stunden an Werktagen. Falls Sie laufende Fristen haben, erwähnen Sie dies — wir priorisieren dringende Angelegenheiten.
Compliance-Audit für Verlage, Agenturen und Medienunternehmen
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